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ReligionFrauenzimmer-Lexicon 1715

Fellin, Margaretha, Sara, und Isabella. Mutter und zwey Töchter. Drey vortrefliche Qvackerinnen: die Mutter Margaretha unterstunde sich nicht nur zu predigen, sondern auch durch unterschiedliche von ihr geschriebene Bücher andere in ihrer Qvackerey zu unterrichten; die Aelteste Tochter Sara that desgleichen, und war nicht nur zu Hause eine Catechetin, sondern auch öffentlich eine Predigerin; massen sie darzu die Ebräische Sprache erlernet, und in selbiger etliche Bücher von ihrer Qvackerey geschrieben. Isabella die Jüngste, gieng nach Hervord und gedachte ihre Qvackerischen Irrthümer allda auszusäen, so ihr aber mißlung. Die Mutter heyrathete nach ihres Mannes Tode den Quäckerischen Schuster George Foxen, damit ihr Quackerismus desto besser befördert ward; und ob sie gleich zum andernmahl eine Wittib ward, so hat sie doch noch im 76. Jahr ihres Alters geprediget, und über dieses einen eigenen Weiber-Synodum und Convent zu Londen ausgeschrieben; worinnen sie selbige insgesamt zu Fortsetzung ihres Foxianismi fleißig anmahnete. Croes. Hist. Quack. 468. 690. & 480. ihr Todt erfolgte Anno 1691.

Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 533–534Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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