Maria Medicæa, Eine Mutter Ludovici III. und Tochter Francisci, Groß-Hertzogs von Florentz. Ihr Gemahl war Henricus IV. Man fand an Ihr einen recht heroischen und Heldenmüthigen Geist, denn als sie nach ihres Gemahls Tod zur Regentin des Reichs so lange erkläret ward, biß ihr noch junger Sohn mündig und zum Regiren geschickt wurde, hat sie dem Regiment klug und tapffer vorgestanden, maßen sie die Rebellen, so sich damahls entspinnen wolten, in der Zeit dämpffte, in kurtzen ein Kriegs-Heer, ehe man es kaum hoffen konte, auf die Beine brachte, und selbiges selbsten musterte. Ihre Heldenthaten findet man weitläufftig in des Gram mond. Hist. Gall. L. I. p. 50. & L. V. p. 251.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1233Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0