Muff, Ist ein rund gewölbter holer Uberzug, worein das Frauenzimmer Winters-Zeit über die Hände zu stecken pfleget, wird auf allerhand Art verfertiget, als: aus Zobel, Hermelin, Marter, Iltis, Federn, Flohr, schwartzen Crep, Tuch, Sammet, Plisch, Tripp-Sammet, Frantzen u. d. g. In Augspurg wird er ein Schlieffer genennet, der Trauer-Muff aber Buplin: in Nürnberg ein Staucher: in Ulm heist er ein Schlupffer, und wird insgemein mit Spitzen bebrähmet.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1296Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0