Ocella, oder, Ocello Lucana, Des berühmten alten Ocelli Lueani, so ein vortrefflicher Philosophus zu seiner Zeit war, gleichfalls gelehrte Tochter; diese weil sie schon in ihrer Jugend eine nicht geringe Begierde und Inclination zu denen Studiis, absonderlich zu der Welt-Weißheit an sich spühren liesse, ward nach ihren eignen Vater zu Erlernung selbiger angeführet und erwiesen, durch welche gute Unterweisung sie es hernachmahls vermittelst ihres eigenen Fleisses so weit in der Philosophie gebracht, daß sie von iedermann vor eine gute Philosopha gehalten ward, und ihrem Vater in diesem Stücke vortrefflich nachahmete. Vid. Menagium in Histor. Mulier. Philosoph. p. 58. & 59. Confer. Vita Pythagoræ Jamblichii.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1351–1352Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0