Westhonia, Elisabetha Johanna, aus Engelland, lebte zu den Zeiten Käysers Rudolphi II. um die Abwechselung des XVI. und XVII. Seculi, und war Johann Leonis, Käyserlichen Agentens zu Prag, Ehe-Liebste. Eine gelehrte Dame und vortreffliche Poetin, so einen schönen Lateinischen Vers und Brief schrieb; sie verstund Lateinisch, Englisch, Deutsch, Böhmisch und Italiänisch, und hatte mit denen gelehrtesten Männern, Joh. Scaligero, Oswaldo Crollio, Jano Bonsa à Nortwick, Stephano Lesieur, Joh. Gernando, L. Feighio, G. Martino à Baldhoven, Henrico Watero, Balthasaro Cremero, Georgio Carlsperga und Balthasar Exnero, ja was noch mehr zu verwundern, mit dem damahligen gelehrten König in Engelland Jacobo I. eine gelehrte Correspondenz, wie solches ihre netten Poemata, worinnen die Elegien gar nicht zu verbessern, und ihre herrlichen Episteln ausweisen, welche der gelehrte Schlesische Edelmann G. Martinus von Baldhoven unter dem Titul: Par thenicon Elisabethæ Joannæ Westoniæ in 3. Theilen zu Prag in 8. heraus gegeben; Der berühmte Paulus Melissus Schedius hat ihr den Poetischen Lorbeer-Crantz aufgesetzet, und sie bey Ubersendung dessen mit zwey artigen Poematibus beehret, dergleichen auch Lotichius und Janus Dousa à Nortwick & Cattendyk gethan. Vid. Lotichium d. Nobilitat. Sex. Fœm. pag. 126. §. 36 & Part. II Bibl. Poetic. pag. 97. Haliervord. Bibliothec. Curios. p. 66. Pasch in Gynæc. Doct. p. 59. & 60. L. Feighius hat ihr ein gewisses Gebeth-Buch in etlichen Lateinischen Distichis dediciret.