Coulé, Eine auf dem Clavier sich wohl ausnehmende Manier, da zwischen zwo Noten, welche eine Terz von und über einander stehen, und demnach zugleich angeschlagen werden sollen, die dazwischen liegende noch mitgenommen, und hergegen eine von gedachten beyden Terz-Noten nachgeschlagen wird. Das Zeichen dieser Manier ist ein Qverstrichelgen, andere brauchen ein Häckgen dergestalt’, womit sie diese Manier bezeichnen. Sie hat vermuthlich ihren Nahmen vom durchschleichen, fortrutschen, und findet auch auf andern sowol besaiteten als blasenden Jnstrumenten stat.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 436Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0