Fer du cou de cheval, Pferd-Hals-Eisen, ist zwey bis drey Spannen lang, und eine Spanne in die qver, und dann wieder eine halbe lang bis zur Runde, allwo es dem Pferde unter den Kinnbacken hinters Kinn gesetzt, und über die Nase mit einem Riemen zugegürtet wird, unten an der Spitze gehet ein breiter Riemen durch, der wird an beyden Seiten des Sattels, (wo sonsten das Vorder-Zeughingehört) angeschnallet; diese Machine dienet darzu, um ein überzäumtes Pferd damit wieder über sich zu bringen, ist auch beqvem für die Wildfänge, welche gerne den Kopf zwischen die Beine nehmen, ihnen solches damit zu verwehren, und andere dergleichen Laster mehr zu verhüten.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 759–760Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0