Geyer, Schloß und Flecken im Marckgraffthum Onoltzbach, 1 Meile von Weissenburg, von welchem die Reichs-freye Adeliche Familie von Geyer den Nahmen führet, aus welcher Heinrich Wolfgang 1685 in den unmittelbaren Reichs-Grafen-Stand erhoben, 1689 in solcher Würde bestätiget, und 1693 auf dem Kreis-Tage zu Nürnberg unter die Fränckische Reichs-Grafen zu Sitz und Stimme gelanget. Weil derselbe aber keine Kinder hinterlassen, ist seine Reichs-Grafschafft per Testamentum an den König in Preussen, und nachher von demselben an den Marckgrafen von Anspach gedien. Von diesem Geschlechte sind die Oesterreichischen Grafen von Geyersberg unterschieden, wiewol diese von jenen abstammen sollen. s. Adels-Lexicon. Sonst haben die Grafen von Geyer in ihrem Wappen einen gewaffneten Arm mit einem blossem Schwerdte im rothen Felde; eine rothe Fahne mit einer güldenen Sonne in silbernen Felde; und auf einem Mittel-Schilde einen silbernen Bocks-Kopff mit rothen Hörnern im blauen Felde. Dieses Wappen hat 3 gekrönte offene Helme, welche die 3 Haupt-Figuren des Schildes darstellen.