Lourdise des chevaux, Plumpheit, tölpische Ungeschicklichkeit, welcherley die Pferde fast alle, wiewol eines mehr als das andere, auch bey einer Art, Geschlecht und Nation, mehr als bey den andern in der Jugend an sich haben, und wie solches einem auch schwerer, als den andern zu benehmen, offtmals auch in das Alter reichet, so gar wohl ie länger ie mehr und grösser werden kan. Welches die Pferde der natürlichen Wirckung nach, in der rechten Unterweisung verlassen und abthun, theils wohl aus unrechter Abrichtung oder Trutz behalten, welches bey den faulen und schläfferigen, bey schwachen und krancken meistentheils geschiehet.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1376–1377Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0