Naturel, le bon Naturel d’ un cheval, Die gute Weise des Pferds ist, wenn es gehorsam, und willig des Reuters Faust folgt, Sporn, Schenckel, Ruthe und Stimme fürchtet, sich über nichts erzürnet, sondern gleich seine Einwilligung in Gehorsam erweiset, sich im Wasser nicht nieder leget, sondern ungescheut durchsetzet, über Graben, Zäune und Plancken springet, dabey lebhaft, muthig und nicht träge noch furchtsam ist, sich gerne satteln, aufsitzen, beschlagen, putzen und warten läst; das sind die vornehmsten Stücke eines guten Naturels.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1585–1586Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0