Rappier, Fleuret, Womit auf dem Fechtboden gefochten wird. Es ist durchaus fast gleich dicke und breit, und hat an stat der Spitze einen ledernen Ballen. Es wird eingetheilet in den Griff, den Knopf, das Stichblat, das Creutz, die Klinge und den Ball: die Klinge wird in 4 Theile eingetheilt, davon der erste, zunechst an dem Gefässe die Stärcke; der andere die halbe Stärcke, der dritte die halbe Schwäche, und der äusserste die Schwäche genennet wird. Diese Abtheilung hat ihren Nutzen im Anbinden, Ausnehmen und andern zur Fechtkunst gehörigen Lectionen.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1888Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0