Repolon, ou Repellon, Kommt von Lateinischen Worte Repellere, (hin und wieder treiben) her, wird derowegen eine gewisse vorgenommene Länge oder gerade Linie verstanden, darauf das Pferd, in welcher Lection es sey, hin und wieder geritten wird, auf welcher am Ende anfangs auf der rechten, und am andern Ende auf die lincke Hand des Pferds gewendet und eine halbe Volta in 3 oder 5 Sätzen à tempo gemacht wird, daß die Gruppa allzeit inwendig bleibet, und nicht ausfällt. Die Jtaliener machen groß Werck aus dieser Lection, wobey sie ihre Pferde hart verhalten, damit sie die halbe Volta mit den hintern Schenckeln wohl schliessen sollen. V. Passata.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1929–1930Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0