Soulandres, Sind Rauden und Geschwüre, die in dem Bug und Gelencke des Knies der Pferde kommen. Sie sind wohl zu fühlen, und entstehen 1) aus unfleißiger Wartung, wenn die Pferde mit kotigten Füssen über Nacht stehen bleiben; 2) wenn sie aus dem Wasser kommen, und die Schenckel nicht wieder abgetrucknet werden, sondern solche kalte Feuchtigkeit einschlägt. Dergleichen Uibel kommt 3) auch von bösem flüßigen Geblüt, wird sonsten auch Räpffen genannt. Solche Räpffen mit Honig und Baumöl bestrichen, fallen sie ab von Grund aus. s. Räpfen.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 2137–2138Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0