FeedTemples d’ un cheval
Sport & SpielRitter-Exercitien-Lexicon 1742

Temples d’ un cheval, Die Schläffe haben ihre Stellen auf beyden Seiten des Pferd-Kopfs, über den Ohren sind die schuppigten Beine, stossen und vereinbaren sich mit der Hirnschale wie eine Schuppe; an dem Orte aber gegen der Stirn mit dem Beine des Untersatzes, und mit dem Beine des obern Kinnbackens, durch Mittel der daselbst vorreichenden Ecken: Sind unterschiedliche Theile, so allesamt von wegen der Wirckung mit ihren besondern Nahmen genennet werden, als 1) sind die felsichte, so ihre Wohnung nechst der Höhlen des Genicks haben; 2) Die Höhle des Gehörs mit allen seinen Jnstrumenten, welche das Gehör formiren; 3) das Joch-Bein zwischen den Ohren und Augen, den Schläffen zu Dienst erschaffen, damit sie die Sennen der Musculn vor allem äusserlichen Anstoß bewahren; 4) liegt auf dem schuppichten Beine das Häutlein, und wiederum auf demselben die Mäuse, und dann zum allerletzten und äussersten das subtile dünne Fell.

Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 2196–2197Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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