Wildpret, Nennet man alle wilde Thiere, so zu essen taugen. Es ist dreyerley, rothes, schwartzes und Feder-Wildpret. Zu dem rothen gehören Hirsche, Dam-Hirsche, Rehe etc. zu dem schwartzen die wilden Schweine, und zum Feder-Wild alles wilde Geflügel. Grentz- oder Nasch-Wildpret heißt das Wild, so sich an den Grentzen befindet, und desto eher gepürschet wird, damit es nicht übertrete. Wildpret wird auch das Fleisch von diesen wilden Thieren benennet.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 2324Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0