Hood (Thomas), engl. Humorist, geb. 23. Mai 1798 zu London, wurde für den Kaufmannsstand bestimmt, ging jedoch zu seinen Verwandten nach Dundee, wo er sich an dem Dundee Magazinen beteiligte. Nach London zurückgekehrt, ward er zu einem Kupferstecher in die Lehre gethan, bei dem er sich die technischen Kenntnisse aneignete, die sich ihm später bei der Illustration seiner Schriften nützlich erwiesen. Von 1821 an wendete er sich ausschließlich der Schriftstellerei zu und war besonders als Mitarbeiter und Herausgeber verschiedener Zeitschriften thätig. Seine erste Gedichtsammlung „Whims and oddities fand beim Publikum er Gebrauch, den der Verfasser von Wortspielen machte, einer Gattung des Witzes, die in seinen Händen eine Quelle echten Humors, oft selbst des Pathos wurde. Seine National taleso (1827) und der Roman Tilney Halb (1828) bewiesen, daß sich sein Talent nicht für diese Sphäre eignete. Um so gelungener waren seine poetischen Arbeiten, namentlich der 1829 erschieneneͥ Dream ok Eugene Aramo und The plea of the midsummer fairiesv. Von 1835 bis 1838 lebte er in Koblenz. Seinen Ruf als Humorist behauptete er durch die Herausgabe des Comic Annuals und durch sein Up the Rhinen (Lond. 1842), eine Satire auf die engl. Touristen. Die Whimsicalities, a periodical gatheringo (2 Bde., Lond. 1843) waren der Lesewelt zum größten Teil schon aus dem New Monthly Magazinen bekannt. Sein letztes erwähnenswertes Gedicht ist der Song ot the shirty, der zuerst im «Puncho (1843) mitgeteilt wurde. H. starb 3. Mai 1845. Seine «Poemso haben zahlreiche Auflagen erlebt; eine People's edition derselben erschien 1866 in zwei Bänden. Seine «Memorialsv gab seine Tochter (2 Bde., Lond. 1860) heraus. Eine vollständige Ausgabe seiner Worksy (7 Bde., Lond. 1864) wurde von seinem Sohne, Thomas H. dem Jüngern (geb. 19. Jan. 1835, gest. 20. Nov. 1874), besorgt, der sich gleichfalls als humoristischer Schriftsteller durch uips and crankeso (Lond. 1861), sowie durch die Romane & golden hearto (Lond. 1867), &The lost linko (Lond. 1868), „Love and valoure (3 Bde., Lond. 1871) u. s. w. bekannt gemacht hat. Hoofd niederländ.), eine ins Meer ragende Landspitze mit Steilufer. Hooft (Pieter), holländ. Geschichtschreiber, geb. zu Amsterdam 16. März 1581, der Sohn des Bürgermeisters Cornelis H., bildete sich durch das Studium der alten Klassiker und durch Reisen in Italien. Nach seiner Zurückkunft bekleidete er von 1609 an bis zu seinem Tode, der im Haag 21. Mai 1647 erfolgte, das Amt eines Drosten von Muiden. Tacitus, den er ins Holländische übertrug, war ihm als Geschichtschreiber Vorbild. Er schrieb: „Het leven van Koning Hendrik IV.o (Amsterd. 1626 —52) und eine „«Geschichte des Hauses Mediciv (Amsterd. 1649); den größten Wert hat seine Nederlandsche historien (2 Bde., Amsterd. 1642 —54; neuere Ausg. von Hecker, 5 Bde., Grön. 1843—46), die von 1556—87 geht. Als Dichter glänzte er besonders in der erotischen Gattung. Seine Gedichteno (Amsterd. 1656 u. öfter) wurden von Bilderdijk (3 Bde., Leid. 1823; neuere Ausg. von Leendertz, Amsterd. 1864 fg.) und seine Briefe, die ebenfalls als Muster betrachtet werden, von Huydecoper (1738) und von van Vloten (Leiden 1855), seine Übersetzung des Tacitus von Brandt (1684) herausgegeben.