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Sagen & MythenBrockhaus 1882

Ikariuns, ein Heros der Athener, der den nach Attika kommenden Bacchus freundlich aufnahm, wofür ihm dieser die Kenntnis des Weinbaues mitteilte. Nachdem er den ersten Wein gekeltert, fuhr er denselben in Schläuchen umher, um ihn zu verschenken. Da aber einige davon berauscht wurden, so tötete man ihn in der Meinung, daß er sie ver-Blut habe, und warf ihn in einen wasserlosen runnen oder vergrub ihn unter einem Baume. Aus Betrübnis darüber erhängte sich seine Tochter Erigone an diesem Baume. Zeus oder Bacchus versetzte sie hierauf als die Jungfrau unter die Gestirne, desgleichen ihren treuen Hund Mära als den Hundsstern und ihren Vater als Bootes. Uber die undankbaren Athener aber kam eine Pest, oder, wie andere erzählen, eine Raserei über die Jungfrauen, sodaß sie sich wie Erigone erhängten. Zum Andenken ward eine Feier jährlich begangen. Es gibt noch mehrere Wiederholungen eines Reliefs mit der Darstellung des Besuchs von Bacchus bei J.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 534Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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