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ErdkundeBrockhaus 1882

Brixen (ital. 3 in den Eit Stadt in Tirol, am Rerhalr der Rienz in den Eisack und an der Brennerbahn 558 m über dem Meere, zählt (1880) 4842 C. und ist der Sitz eines Fürstbischofs, der scalt, eines Beirtsner einer Bezirkshauptmannchaft, eines Bezirksgerichts, eines Forst⸗‚ Steuer- und Postamts. Unter den öffentlichen Gebäuden szeichnet sich die 1745—54 umgebaute Kathedrale aus dem 15. Jahrh. aus (südlich ein sehr interessanter Kreuzgang mit Fresken aus dem 14. und 15. Jahrh.; nördlich ein Bogengang mit dem Grabstein des im nahen Neustift begrabenen Minnesängers Oskar von Wolkenstein), unter den sieben Alane als das älteste das der Frauen zur heil. Klara, welches 1221 erbaut wurde. benen besitzt die Stadt ein theol. Seminar, ein Staats⸗ und ein fürstbischöfl. Privat mnastum. Um B. gedeiht bereits die Rebe; außer dem nicht unbeträchtlichen Weinbau treiben die Einwohner noch Getreide⸗ und Obstbau; 15 kKm im NNW. von B. liegt das sog. Kläusel mit der Franzensfeste (s. d.). B. ist sehr alt und wahrscheinlich schon 828 in einer Urkunde unter dem Namen Pressena gemeint, sicher 901 als Prichsna; 992 war es schon Bischofssitz. Der Ort wurde 1174, 1234 und 1445 gänzlich durch Brand zerstört und 1525 durch den Bauernaufruhr heimgesucht. Etwa 3 kKm im NNW. von B. liegt das in neuester Zeit als Sommerfrische in Aufnahme gekommene Dorf Vahrn (1147 E.) am Einnge in das Schalderthal, in welchem das vielbemannschaft Kitzbühel, nordöstlich von Innsbruck und südlich von der Hohen Salve, von der Brixenthaler Ache durchflossen, die unterhalb Wörgl in den Inn mündet. In ihm liegen die Orte Brixen im Thal mit (1880) 1044 und Hopfgarten mit 2006 E., beide an der Linie Salzburg-Wörgl der Kaiserin-Elisabethbahn.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 560Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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