FeedChirägra
HeilkundeBrockhaus 1882

Chirägra (grch.) heißt die Gicht (s. d.) in den Händen. Sie raubt nach und nach denselben ihre Gelenkigkeit, macht die Finger krumm, ungestaltet und endlich unbeweglich, indem sie um die Fingerelenke Ablagerungen von harnsauren Salzen in — — von Knoten anhäuft. Nur selten werden die Hände schon bei dem ersten Gichtanfall vom C. befallen; meist kommt es erst nach längerm Bestand desselben zu bleibenden Verunstaltungen und Funktionsstörungen der Finger- und Handgelenke.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 309Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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