FeedCiroumeisio
VerkehrBrockhaus 1882

Ciroumeisio, s. Beschneidung. Cireneester (ursprünglich gespr. Sseirenssestr), ewöhnlich Ci-cester oder Ciceter (spr. Ssissiter), arktstadt und Parlamentsborough in der engl. Grafschaft Gloucester, liegt in angenehmer Gegend am Flusse Churn (einem der beiden Quellflusse der Themse), 28 Km im Südosten von Gloucester. Die Reste der alten Ringmauern bahen; daß C. früher einen größern Umfang gehabt haben muß. Unter den Gebäuden zeichnet sich die prächtige, im 15. Jahrh. erbaute St. Johanniskirche aus. C. hat eine Latein⸗, eine Ackerbau⸗ und andere Schulen, eine Bibliothek, ein Museum, ein Kranken⸗ und Versorgungshaus und zählt (1881) 7703 E., welche sich mit Lederbearbeitung und der Verfertigung von irdenen und Eisenwaren beschäftigen; die Wollmanufaktur hat etwas nachgelassen, aber die Wollmärkte ehören zu den bedeutendsten in England. Ein rm des Thames-and-Severn-Kanals geht bis zum Orte und befördert einigen Handel. In der Nähe befinden sich verschiedene schöne Parks, besonders der Oakleypark, ein Sitz des Lord Bathurst. — C. ist sehr alt. Hier lag die röm. Station Corinium oder Durocornovium, wie denn auch noch viele röm. Altertümer, selbst ein Amphitheater gefunden werden und die Spuren der hier früher zusammenstoßenden Römerstraßen noch erkennbar sind. Die Sachsen entrissen 577 den Ort den Dobunen, deren Hauptstadt er war; Kanut hielt 1020 hier eine große Versammlung ab. Die Stadt war unter HeinrichIV. und Karl I. ein Tummelplatz der seceha Cirey-sur-Blaise oder Cirey-le-Chäteau, Dorf im Depart. der Obermarne, Arrondissement Vassy, an der Blaise mit 600 E. Der Ort hat Hohöfen. Das Schloß ist berühmt durch Voltaires häufigen Aufenthalt 1733—49 daselbst. rrthe und elen Mrond im franz. Depart. Meurthe und Mosel, Arrondissement Luneville, 36 km im O. von Lunéville und 23 EKm im SW. von Saarburg, in 307 m Höhe, an der zur Meurthe gehenden Vezouse, in einem Thale der Vogesen, an der Eisenbahn Avricourt-C., hat eine große Glassabrit und Schneidemühlen und zählt (1876)2435E. Ciriacy (Ludw. Friedr. von), preuß. Militärschriftsteller, geb. 13. Jan. 1786 zu Potsdam und im preuß. Kadettenkorps erzogen, trat 1801 als Junker in die preuß. Infanterie, nahm an den Feldzügen 1806—7 teil, besuchte sodann die Allgemeine Kriegsschule zu Berlin und wurde 1813 bei Großgörschen schwer verwundet, aber geheilt. C. kehrte zum Heere zurück, wurde im Sept. 1813 als Generalstabsoffizier der Brigade Klüx zugeteilt und 1815 in gleicher Stellung zur Brigade Tippelskirch des Armeekorps Pirch J. versetzt, mit welcher er an dem Belagerungskriege im nördl. Frankreich teilnahm. Die damals gesammelten Erfahrungen veröffentlichte C. in seinem ersten Werke Geschichte des Belagerungskriegs von 18155 (Berl. 1819), welchem 1820 die «Chronol. Übersicht der Geschichte des preuß. Heeresv, 1824 eine militärische Beschreibung der Türkei, 1828 die Betrachtungen über die möglichen Operationen bei einem Kriege gegen die Türkeiv folgten. C. schrieb außerdem viel sür erdneer Mitar andere Zeitschriften, war ein sehr fleißiger Mitarbeiter an der Handbibliothek für Offiziereo und begründete im Verein mit Blesson und Decker in Berlin die Zeitschrift für Kunst, Wissenschaft und Geschichte des Kriegsv. Diese rege und vielseitige militärwissenschaftliche Thätigkeit veranlaßte C.s Berufung an die Allgemeine Kriegsschule als deren Direktionsmitglied; in dieser Stellung starb C. 12. Aug. 1829 zu Berlin. Ciris (lat.), ein mövenartiger Seevogel, in welchen nach der Sage, wie sie von den alexandrinischen Dichtern ausgebildet wurde, Scylla, die Tochter des Nisos (s. d.), verwandelt wurde. Ausführliche Darstellungen der Sage finden sich in Ovids «Metamorphosenv und in einem eigenen kleinen, dem Virgil (s. d.) mit Unrecht beigelegten, aber doch noch der Zeit des Augustus angehörigen Gedicht, das diesen Namen trägt. Cirkuition (lat.), Redeumschweif, Umschreibung. Eirkular (lat.), kreisförmig, sich im Kreise bewegend, umlaufend; als Hauptwort soviel wie Umlaufrundschreiben (Cirkularschreiben), eine gleichlautende Zuschrift an mehrere, welche entweder nur in einem Exemplar der Reihe nach, oder, durch Druck u. s. w. vervielfältigt, allen Beteiligten in einem besondern Exemplar zugeschickt wird. Cirkularnote, ein Schriftstück, welches bei wichtigen polit. Vorgängen eine Regierung ihren Gesandten und eventuell den Regierungen, mit denen sie im diplomatischen Verkehr steht, zugehen läßt um ihre Ansichten und Beschließungen in Betreff einer schwebenden Frage kundzugeben. nißt, sind unter K aufzusuchen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 409Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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