Davos (roman. Tavau), ein Hochthal der nordrhätischen Alpen im Bezirk Oberlandquart des schweiz. Kantons Graubünden zieht sich von NO. nach SW., von 2- 3000 m hohen, teils felsigen, teils bewachsenen und bewaldeten Bergen eingeschlossen, vom St. Wolfgangjoch, 1627 m/ nach dem Thal der Albula hin, in welche sein Flüßchen, das Landwasser, unweit des Bades Alveneu einmündet. Die obere Thalstufe, das eigentliche D., von St. Wolfgang bis zum Engpaß der Züge 16 kmlang, zählt in mehrern Ortschaften, wie Monstein, Glaris, Frauenkirch, D. am Platz und D.⸗Dörfli (1880) 3561 E., meist deutscher Zunge und reform. Konfession (562 Katholiken), deren Haupterwerbsquellen Viehzucht und der erkehrn zu Jahr wachsende Touristen-und Kurgastverkehr sind.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 917Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei