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ErdkundeBrockhaus 1882

Dubuque, Stadt im nordamerik. Unionsstaat Jowa, in der gleichnamigen Grafschaft auf dem rechten Ufer des Mississippi, der Grenze zwischen Wisconsin und Illinois gerade gegenüber gelegen, zählte 1850 erst 3108, 1860 schon 13000, 1870 aber 18434 und 1880 endlich 22254 CE., darunter 6147 Ausländer. Wie die meisten der am mittlern Lauf des Mississippi gelegenen Städte steigt auch D. vom Flusse aus empor und liegt zum Teil auf den sich an diesem entlang ziehenden Anhöhen (bluffs). Die untere Stadt umfaßt den Geschäftsteil, ist regelmäßig angelegt und dicht bebaut, während die Straßen des obern Teils sich der Steigung des Terrains anpassen und meistens mit Wohnhäusern besetzt sind. Die D.⸗Sidux-City⸗, die D.⸗Southwestern⸗, die Chicago-Clinton-D.⸗, die Chicago-D.⸗Minnesota⸗ und die Illinois-Central-Eisenbahn und die umfangreiche Flußschiffahrt vermitteln den Verkehr nach allen Seiten. Die Bedeutung der Stadt liegt darin, daß sie den kommerziellen Mittelpunkt für die ausgedehnten Bleiregionen Jowas, des nordwestl. Illindis und des südwestl. Wisconsin bildet. Außerordentlich ergiebige Werke befinden sich nur wenig Kilometer von der Stadt. Es werden in D. jährlich 10— 20 Mill. engl. Pfd. Blei im Werte von ½ — 1 Mill. Doll. verschifft. Ferner ist D. ein wichtiger Getreidestapelplatz. Abgesehen von der Verarbeitung von Blei erstreckt sich die industrielle Thätigkeit D.s auf die Fabrikation von Möbeln, landwirtschaftlichen Gerätschaften, Wagen und Eisenbahnutensilien. Die Stadt besitzt zahlreiche Brauereien, Mahl⸗ und Sägemühlen. D. ist die älteste Niederlassung im Staate Jowa —— dauernd angesiedelt wurde es jedoch erst seit 1833, während es als Stadt 1840 inkorporiert worden ist. Duo (frz.; ital. Duca), Herzog, in Frankreich die Rangstufe des Adels zwischen Prince und Marquis. Due (A.), holländ. Genremaler, welcher sehr häufig mit dem bekanntern Jean le Ducg (s. d.), dem Tiermaler aus Paul Potters Schule, verwechselt wird. D. ist älter, seine Blütezeit fällt bereits um die Geburt le Ducqs. Er war in Harlem beschäftigt und dürfte auch aus der Schule dieser Stadt hervorgegangen sein. Am häufigsten kommen von ihm Kriegsscenen, Plünderungen, Räuber-Lanni 5 u. dgl. vor. Seine Farbengebung ist räftig, besitzt aber keine besondern koloristischen Reize. Die kaiserl. Sammlung zu Wien besitzt von ihm: ein Ehepaar, einen Offizier um Schonung ihrer Habe anflehend. Due (Joseph Louis), franz. Architekt, geb. 25. Okt. 18⁰² zu Paris, besuchte die Ecole des beaux arts zu Paris und reiste 1826 nach Rom, wo er bis 1831 blieb. Nach seiner Rückkehr wurde er mit Ausführung der Julisäule beauftragt, die 1840 eingeweiht wurde. Andere pariser Bauten von D. sind der Justizpalast und die Facade des Cassationshofes. Er starb 22. Jan. 1879.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 608Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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