Emphäse (grch.) bezeichnet in der Rhetorik die Kraft eines Ausdrucks, der mehr bedeuten und ahnen lassen soll, als er eigentlich ausspricht. Namentlich werden die Pronomina in dieser Redeweise öfters angewendet. Emphatische Wendungen sind solche, die der Rede einen besondern Nachdrut eben, wie Ausrufungen, Aposiopesen, rhetorische Fragen u. w.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 110Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei