Extrados (von extra, außerhalb, und dos, Rücken) nennt man die obere konvexe Linie eines Mauerbogens (Oberbogen) oder die Mantelfläche eines Gewölbes, die in der Regel übermauert oder mit Erde überfüllt wird und daher nicht sichtbar bleibt. Solche Gewölbe, wie z. B. frei stehende Kuppeln, bei denen die Außenfläche frei bleibt und wie die innere Gewölbfläche (Intrados) glatt bearbeitet ist, nennt man extradossiert (lextradossé). Beispiele hiervon bilden das Pantheon und die Peterskirche zu Rom, die Frauenkirche zu Dresden u. a. m.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 491Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei