abschwärzen, abbleien, abrußen, abkohlen u. s. w.; es wird überall angewendet, wo längere gerade Linien erforderlich sind, oder wo die Linien leicht wieder sollen verlöscht werden können. — 2. abschnüren od. ableinen nennt man ferner auch die hier und da gebräuchliche Art des Absteckens, sämmtliche Mauerlinien bei Anfang d. Baues durchstraff gespannte Schnuren anzudeuten. Die Schnuren werden dazu an kleine leichte Lattengerüste, Schnürböcke, die der betreffenden Linie quer vorstehen, befestigt und dienen dem Maurer zum Anhalten des Lothes beim Mauern des Grundes; da man die Schnuren bei Regen, für die Nachtre. entfernen muß, bezeichnet man ihren Ort an den Schnürböcken durch Einschnitte mit Säge oder Messer.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 21Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei