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BaukunstBau-Lexikon 1881

Alkoven, m frz. alcove, f., engl. alcove, altengl. zotheca, ital. alchva, span. alcoba, aleuba, a. d. arab. al kubbe, das Hohle, Gewölbte, entstanden, eig. also für Nische anzuwenden; in den maurischen und arabischen Bauten sind auch die A. gewöhnlich gewölbte Nischen, die durch ein darin stehendes Ruhebett ganz ausgefüllt werden; ähnlich wurden sie von den Spaniern angeordnet und um 1650 in Frankreich eingeführt, in reicherer Form zuerst von Mme. de Rambouillet angewendet. Bei uns hat sich nun der Begriff des A. auf eine Art Schlafzimmer ausgedehnt, welches durch einen vorhanggeschlossenen Bogen oder eine Glaswand mit dem Wohnzimmer zusammenhängt; man muß mit der Anlage solcher A. sehr vorsichtig sein, damit sie nicht ungesund, dumpfig od. zu dunkel werden. Die Größe bemißt man nach Zahl der Betten, die darin aufgestellt werden sollen; s. Bett.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 76Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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