anholen, akt. Z., 1. frz. haler, engl. to baul, Anfang des Anziehens eines Seils od. dgl., z. B. im Seewesen der Schoten, Bulien etc., im Bergb. Anfang der Haspelaufziehung, meist begleitet von dem Signalruf: Hol an! — 2. (Kriegsb.) beim Schiffbrückenbau die Ankertaue anziehen, beim Abbrechen der Pontonbrücke das Täten-Ponton mittels der Streckbalken u. Spanntaue, nachdem der Belag der letzten Strecke abgedeckt ist, an den noch stehenden Theil der Brücke heranziehen. Pte.] — 3. In Bohrmühlen das Bohren anfangen, vielleicht eigentlich anhohlen, anfangen hohl zu machen.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 107Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei