Baille, f., franz., 1. auch baillie, f., engl. bailiwic, bailey ete., Ballei, f. Amtsbezirk des Burgvoigts, daher Burghof, outre b.; Burgzwinger; s. d. Art. Burg. — 2. (Kriegsb.) Ueberhaupt umpfählter Ort, Bollwerk, bes. in der Zeit des Uebergangs vom Burgbau zum modernen Festungsbau nannte man so ein meist halbrundes Außenwerk (daher auch der Name demilune, Halbmond) vor einer Festung; die Italiener machten es später vorn spitzig u. nannten es Revelino (Ravelin, s. d.).Pte.] — 3. Steinkohlenmäß in Rochelle (Frankr.) = 0, Berliner Scheffel. — 4. Deutsch Baltje, f., Kufe in Gestalteines halben Fasses, meist durch Querzersägen eines solchen gewonnen.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 225Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei