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BaukunstBau-Lexikon 1881

Beutelkasten, m., Beutelkammer, k., franz. uche, f., arche, f. récipient m. à boulange, engl. flour-chést, dem Beutel bei Wassermühlen; bei holländischen Mühlen der Kasten, durch welchen der mit Riemen eingefaßte Beutel geht. Beuveau, buveau, béveau, beauveau, biveau, m., frz., engl. bevel, eigentlich schiefer Winkel, den zwei Flächen bilden. Daher das zum Messen dieser Winkel geeignete, verstellbare Winkelmäß, der Stellwinkel, die Schmiege, bes. aber ein Winkelmäß, beim Wölben gebraucht; der eine Schenkel ist konvex, je nach der inneren Wölblinie, der andere ist gerade und dient, um die Wölbsteine danach einzurichten. Bevel, bevil, bevel-cant, chamfer, s., engl., frz. beéveau, beuveau eto., der schiefe Winkel zweier Flächen, die Fase, Abgratung. Daher badbevel (Zimm.), die Baumkante (s. d.); — bevel, adj., auch bevil, bevelled, frz. Ebiselé, abgefast, abgekantet; bevel cant, die abgefaste Kante; beve! gear., die schiefe Gehrung, doch auch das konische Räderwerk; — to bevel, a. v., an edge, eine Kante abschrägen, abkanten, sowie einen schiefen Winkel mir Fig. 560. der Schmiege messen; — to bevel a Beeled-otk. plank eté., abfasen; bevelled-off, bes. von Gurtsimsen etc. gesagt, unten abgefast, s. Fig. 560. Bevel-cutting, s., engl. (Zimm.), der Schmiegschnitt, die Schmiegung. Bevelment, bevelling, s., of an edge, engl., das Abfasen, das Abschrägen einer Ecke. Bevel-rule, bevil-rule, bevel-square, mitrerule, s. engl., das Gehrmäß, Schrägmäß. Vgl. d. Art. beuveau. — Moveable oder sliding bevel-rule, das bewegliche Gehrmäß, die Schmiege, der Winkelfasser. Bevel-wheel, s., engl, das konische Rad, s. Zahnrad. Vewahrungsanstalt, k. s. Kinderbewahranstalt. bewaldrechten, akt. Z.,frz. Ebaucher unarbre, engl. to roughen, to baulka timber. Einen Stamm b. heißt, ihn sofort nach dem Fällen, theils wegen des leichteren Transports, theils zu Verhütung des Aufreißens, an zwei Seiten (hier u. da auch an vier Seiten) behauen, jedoch so, daß die Baumkanten breiter bleiben als die behauenen Stellen. Bewallung, k. s. v. w. Beuferunng. bewändern, drapiren, akt. Z., Figuren mit Gewandung versehen, auch Wandflächen durch Vorhänge etc. verzieren; s. d. Art. Drapirung.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 364Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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