Cancelle, k., 1. frz. Cancel, chancel, chanceau, m., engl. hancel, lattice, lat oncellus, ruga Gitterstab; CLancellen, pl., frz. cloture, ohanceaux, engl. perclose, lattices, screen, span. barandilla, cancéla, lat. cancelli, rugae, persisch Arvisgah, heißt 1. in den Gerichtszimmern sowie in den altchristlichen Basiliken etc. die Schranke, welche den für das Publikum bestimmten Raum von der Tribüne, dem Chor etc. trennt, s. Fig. 447 u. 448. Sie haben in der Regel die Form niedriger Brüstungen u. sind selten höher als 1½5 m.; Fig. 10623 stellt ein Caucellenfeld aus Torcello Venedig dar. Aus dem Namen Cancelle entstand später das Wort Kanzel. — 2. Windkanäle in den Orgeln. CLandéfaction, f. das Weißglühendmachen. Candelaber, m., frz. guéridon, candélabre, m., engl. standard, candlestick, ital. candellière, lat. candelapbrum, von candela, Kerze. 1. Großer, reichverzierter Leuchter, von Holz, Stein od. Metall. Sein Fuß ist rund, verziert. Bei antiken Cin hat der Schaft sehr oft Balusterform und ist mit Akanthusblättern, Blumen etc., belegt; die Schäfte mittelalterlicher C.haben meist die Form glatter runder Säulen mit Knoten, Bünden od. dergl., oder auch reicher gegliederte Gestalt. Auch kommen C. in Form von bei geodätischen Aufnahmen, engl. canvass of survey.