Cavate, k., aus dem lat. cavata, Höhlung, Gewölbe unter einem Gebäude. Im Mittelalter in Capéte, Kafehte umgeändert; erhöhter Platz hinter dem Ofen, Hölle, auch tiefe Fensternische in starken Mauern, endlich kleines Gemach überhaupt, namentlich das kleine, oft nur solchen Fensternischen gleichende Gemach der Burgfrau, daher dann in dem Sinn wie jetzt das Wort Boudoir zu fassen.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 17Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei