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BaukunstBau-Lexikon 1881

Console, f., frz., von consolidare, befestigen, auch corbeau, altfrz. trusse, souse, source, engl. c., corbel, truss, span. cartela, cartucho, Tragstück, hervorragender Körper, meist von Stein, dann o. en pierre, Kragstein, Tragstein, Kraftstein, engl. stone-o., an einer Mauer, zur Unterstützung von Verdachungen an Fenstern od. Thüren, von Balkons, Sohlbänken etc., auch unter Figuren, dann frz. tasseau, engl. bracket, perch, perk, pearch, ital. béeccatella, bracchière genannt; c. adossée, in Schlosserarbeit, zu zweien mit dem Rücken gegen einander gekehrte, S-förmig gewundene Verzierung, s. Fig. 1136 6. arasée, Console, von der man nur eine Seitenansicht sieht, weil sie an eine Fläche anliegt, s. Fig. 1137; C. Coudée, s. Fig. 1138 und 1139; C0. en encorbellement, corbeau, Console mit starker Ausladung, Kragstein im engern Sinn, wie sie 3. B. zu Balkons dienen; . gravée, mit eingeschnittenen Ornamenten verzierte Console; . en enroulement, mit Schnecken oben und unten; 6. plate, glatte Console, ohne Blattwerk, blos mit Riefen und Rinnen oder triglyphen-Fig. 1142. Fig. 1143. Fig. 1144. artig perziert, . renversée, verkehrte Console, wie z. B. im Barockstil an den Seiten der Fensterbrüstungen, zu Versteckung der Halbgiebel etc. angebracht wird, s. Fig. 1140 u. 1141. Fig. 1141 würde also der Franzose c. renversée coudée nennen; c. en adoucissement, die nur eine Schnecke hat, s. Fig. 1142 u. 1143; o. rampante, biaise, schiefgebrückte Console, wie z. B. unter Giebelsimsen fehlerhafterweise hier und da vorkommen, s. Fig. 1144. In Reihen gestellt, wie z. B. unter der hängenden Platte bei Hauptgesimsen, heißen sie eigentlich nicht Console, sondern Modillon (engl. cantaliver, ital. modiglone, span. modillon). Für die Abstände, die man solchen in Reihen gestellten Consolen zu geben hat, sind vielfach feste Regeln aufgestellt worden; soweit diese durch wirkliche Stilregeln gerechtfertigt erscheinen, sind sie in den Artikeln Jonisch, Korinthisch Römisch nachzusehen. Außerdem vergleiche HEIDOELBERG O Universitat man die Art. Gesims, Modillon, Bogenfries, COorbel, Kraftstein, Nothstein, Balkenstein etc. In den überwiegend meisten Fällen jedoch wird Größe und Abstand der Modillons od. anderer Simskonsolen theils durch die sonstigen Verhältnisse bestimmt, theils dem Geschmack des Architekten anheim gegeben sein. Wenn sie blos zur Verzierung dienen, werden sie gewöhnlich aus einem leichten Material, Holz, Gips, Thon etc., gearbeitet. Ms.] — 2. (Schiffb.) C. du bossoir, das Knie unter dem Krahnbalken.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 66Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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