Enkaustik, f. enkaustische Malerei, frz. peinture encaustique, engl. encaustic painting, griech. Hααοοτιν, ein bei Griechen u. Römern sehr beliebtes, im frühen M.⸗A. ebenfalls viel geübtes, seit Anfang des 15. Jahrh. aber weniger gepflegtes, endlich fast ganz verlorenes u. neuerdings wieder vervollkommnetes Verfahren, Gemälde mit Wachsfarben aufzutragen und dann einzubrennen; jetzt nennt man ungenauerweise auch so die neuerdings vielfach angewendete Wachsmalerei (s. d.). Das Malen geschieht bei der eigentlichen E. mittels feiner Pinsel mit warmen Farben aufbesonders dazu vorbereitetem, sehr feinem Putz; das Brennen mittels vorgehaltener Kohlenkästen, heißen Platten oder dgl., am besten aber mittels erhitzter kleiner eiserner Walzen, wodurch zugleich die obere Fläche geglättet wird; s. übrigens Wachsmalerei.