harzscharren od. aufbrachen, trs. Z., frz. térébrer, span. taludrar, Gewinnung des Harzes an lebenden Bäumen durch etwa 30 em lange, 2—5 cm. breite Längsrinnen, welche man bis auf den Splint in schlagbare (80—100Jahr alte) Fichten einhaut. Es geschieht dies im Frühjahr mittels des hakenförmig gekrümmten Scharreisens. Aus der Wunde quillt das Harz hervor, erhärtet an der Luft u. wird im Herbst gesammelt. Ein Baum kann 10 Jahre auf Harz benutzt werden. Jungen Bäumen schadet der Harzverlust. Vgl. auch d. Art. anbohren.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 12Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei