FeedKarre
VerkehrBau-Lexikon 1881

Karre, f., Karren, m., frz. Char, m., engl. eart, ital. Carro; lat. carrus, currus. A. Einräderiget Karren, frz. brouette à une roue, engl. wheel-barrow. 1. frz. caire à voie, Schiebkarren (auch Schiebebock gen.) zum Transport größerer fester Körper sind sie zum Transport großer Bausteine stärker konstruirt, so heißen sie Steinbock. — 2.frz. b. caisse, Kastenkarren, auch Radberge, Radwelle, im Bergbau Laufkarren genannt, franz. dombereau, zum Fortschaffen kleinerer Körper. Je näher die Achse des Rades der Schwerline der 110 gebracht wird, um desto leichter wird sich der Karren ahren. B. Zweiräderige Karren, Handkarren, Handwagen, frz. Charrette, 1. solche ohne Kasten; — 2. frz. tombereau, solche mit Kasten; bei beiden muß der Schwerpunkt nicht ganz auf der Achse, sondern etwas, doch nur wenig, nach der zum Angreisen bestimmten Gabel liegen, welche eine besondere Stütze bekommt. O. Zwei- und vierräderige Karren, frz haquet, chariot, zum Transport größerer Massen durch Pferde. Ist der K. so eingerichtet, daß man ihn mit der Last umschütten kann, so heißt er Kipp⸗ oder Stürzkarren. Die Kin bes. der beiden Hauptarten K. und B. haben wesentliche Verbesserungen erhalten durch die Fabrik von C. Blumhardt in Simonshaus bei Vohwinkel (Rheinprovinz).

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 157Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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