Kyan, n., fälschlich auch Cyan, n. (Chem.), frz. Cyano⸗- gene, m., engl. Kyanogen, farbloses giftiges Gas, welches Gay Lussac 1814 entdeckte u. Kyanogen, „Blauerzeuger“, nannte, besteht aus zwei Aequivalenten Kohlenstoff und einem Aequivalent Stickstoff; chemische Zeichen sind C.N oder Cy. — Kyanwasserstoff ist Alaunsäure. Drei Verbindungen des K. kommen bes. im Baufach in Anwendung: 1. Gelbes Blutlaugensalz, Jaliumeisenkyanür, s. Blutlaugensalz. 2. Ayansilber, zum Versilbern auf galvanischem Wege. 3. Eisenkyanürkyanid oder Berliner Blau (s. d.).
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 255Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei