Quarter-pace, s., engl. (Hochb.), Viertelspodest. Quarter-partition, s., engl. (Zimm.), Fachwand. concave q.-T., Viertelhohlkehle; quirked g.-r., der lesbische Stab; upright 9.—., der anlaufende Viertelstab, reversed g.-r., der überkragende Viertelstab; reversed duirked d.r., der Echinus, das Polster; upright quirked 9.I., der Pfühl, die Wulst. uarter-stuff, s. engl., das viertelzollige Bret. uarter-timber, 8., engl., das Kreuzholz, Stollenholz, das Zimmerholz von 5—15 cm. Stärle. Quartier, u., I.. Gartenbeet. — 2. Freiviertel,.Heraldik VI. — 3. Name verschiedener Mäße, s. Mäß O. — bliothek Heidelberg ment. — 6. Bei Treppen unterscheidet man gerades Q. — Viertelspodest und wendelndes od. gewendeltes O. Viertelswendelung. — 7. s. v. w. Häuserinsel. Quartier, m., frz., 1. d. de pierre, großer Quader; g9. de voie, einführiger Quader. — 2. Viertel, Quartier (. d. 4, daher g. tournant, wendelndes Quartier; q. de vis suspendu, Viertelswendelung einer freitragenden Wendeltreppe. Martierbaum, w., frz. Iimon, un., engl. stringpiece, Wange bei aufgesattelter Treppe; s. Treppe. 30. m., 8 10mm. breite Art von Fensterlei (s. d.). Quartierstein, Onartierßück, u., 1. großes Quartierstück, halber Ziegel, fälschlich für Kopfstück gebraucht, frz. demi-brique, engl. half-header. — 2. Kleines od. eigentliches Quartierstück, Viertelstein, franz. nicoteu, engl. quarter, Stück Mauerziegel, welches ganze Breite und Stärke, aber nur ½ der Länge eines Mauersteins hat. Vgl. auch Meisterquartier. QMuartugeio, m., römisches Flächenmäß, gleich 3½ Quadratcatene. Quarz, m., franz. quartz, quarz, m., engl. quartz (Miner.), besteht aus fast reiner Kieselerde in krystallinischer Gestalt von glasartigem Bruch, im Gegensatz zu der natürlich vorkommenden amorphen Kieselerde, Opal (. d.). Man unterscheidet folgende Arten des Quarzes; 4) Bergkrystall; b) Amethyst, franz. quarz hyalin violet; e) gemeiner Q., franz. q. hyalin opaque, engl. c0ο½mmon quarz; d) Eisenkiesel, franz. g. byalin ferrugineux; e) Hornstein; ) Kieselschieferu. g) Jaspis, frz. . Jaspe. 2—d findet man in der Natur in deutlichen Krystallen u. krystallinischen Massen; 2—g bilden krystallinische Aggregate von mikroskopischer Feinkörnigkeit. Die krystallisirten O.e, wie Bergkrystall, Amethyst, der gemeine Q., mit seinen nach der Farbe gesonderten Arten, wie Rosenquarz, Milchquarz, Faserquarz, Prasem, Katzenauge, Aventurin, der Kieselschiefer, der Hornstein und der Jaspis mit seinen nach den Farbennuancen benannten Arten, als Kugeljaspis, Bandjaspis und Achatjaspis, sind in Kalilauge vollstöndig unlöslich. Löslich in Kalilauge sind die Opale, franz. quarz résinite. Der Chalcedon, der Feuerstein, franz. quarz-agathe pyromaque, u. s. w. sind innige Gemenge von Q. und Opal, theilweise in Kalilauge löslich, als der reinste O., Bergkrystall, ist volllsjommen farblos und wasserhell, hat 2, spez. Gewicht und löst sich nur in Flußsäure auf. Der gemeine Q. kommt meist derb und eingesprengt vor. Der Q. macht fast ,½ des bekannten Theils der Erdrinde aus. Er erscheint sehr häufig in den Gängen beinahe aller Formationen, sowie als Gerölle und loser Sand in aufgeschwemmtem Land. Die Verwendung des O.es in allen Zweigen der Technik, Baukunst u. s. w. ist ungemein manchfaltig; so besonders zu Verfertigung des Glases, als Zusatz bei Porzellan⸗ und Steingutfabrikation, als Flußmittel für einige Erze, zu Mühlsteinen, Reibsteinenre. Onarzfels und dessen Arten werden als Straßenbaumaterial sehr geschätzt. Der Guarzsand endlich findet ausgedehnte Verwendung zu Mörtel. Quarzachat, m. (Miner.), rz. quarz-agathe, m., mit Quarz durchwachsener Achat (s. d.); quarz-agathe prase, Chrysopras. Wuarzbrercie, k. (Miner.), s. d. Art. Breccie 3. Quärzel, m. (Miner.), kleiner Gesteinsplitter. Ouarzfels, Ouarzit, m. (Miner.), franz. quars m. en roche, engl. quarzrrock, zeigt sich theils krystallinisch, theils körnig, ins Dichte verlaufend, weiß, grau, röthlich und bräunlich; ist fast unzerstörbar; s. übr. Quarz. Quarzgranit, m. (Miner.), Art grobkörniger Sandstein (J. d.), dessen Quarzkörner sich (ohne Feldspatu. Glimmer) unmittelbar verbunden haben; s. Feldspatporphyr. Quuaraz-hyalin, m., franz. (Miner.), s. im Art. Quarz; J.-B. concretionné, ist gleich Hyalith; q.h. tubuleux, „gleich astrapyalite; g.-h. vert-obscur, grüner Amethyst. Quarzporphyr, m. (Miner.), kommt bes. in Schweden vor, enthält in quarziger Grundmasse anders gefärbte r Quarzkörner u. Feldspatkrystallchen; s. d. Art. Porphyr. QMuarzsand, mn., s. d. Art. Sand. Quarzsandstein, m., s. d. Art. Sandstein. Quarzsinter, m. (Miner.), frz. opale f. incrustante, „duartz agate thermogeène, engl. siliceous sinter, s. v. w. Kieselsinter. Qnassienholz, n., 1. echtes, auch Fliegenholz genannt, stammt von mehreren Arten des Quassiabaumes (Quassia amara, officinalis, Simaruba ete.), der in Cayhenne und Westindien einheimisch und zur Familie der Simarubaceen gehörig ist. Es ist von sehr bitterm Gefchmack, wird als Arznei, als Mittel gegen Fliegen und andere Insekten, sonst technisch wenig verwendet. Das leichte Holz des jamaikanischen Simarubabaumes wird als Stabholz befonders zu Stäben und Fässern benutzt. — 2. Unechtes, vom Korallen-Sumach (Khus Metopium L., Fam. Anacardiaceae) in Jamaika, fast nur medizi-Unisch verwendet. — 3. s. d. Art. Lignum 21. Quast, m., 1. s. v. w. Netzpinsel, Annetzpinsel, Annetzer (s. d.). — 2. f. v. w. Besen. — 3. Fransenbüschel, meist Gnaste, k., gen., frz. bouffette, campane, houppe, engl. tassel, dag, lat. auriculus, bolhetus, floccus, Eoupeta, pendile, tassellus, schon in Aegypten und Assyrien mit Vorliebe angewendet, hat sich durch alle Stile erhalten und die manchfachste Form bekommen, ist auch ein sehr brauchbares Dekorationsmittel für Ecken von Draperien, für Schnurenendungen etc. O.en in Holz od. Messing nachzuahmen ist finnwidrig und geschmacklos. Quäste, f., s. d. Art. Aalfang 2. Quatrefeuilles, f. pl., frz. (Forml.), engl. quatrefoils, erossquarter, altengl. cater, katur, Vierblatt als Mäßwerksform, doch auch auf dasHundszahnornament(siehe thooted) u. auf die als Kehlenbesetzung vorkommenden vier⸗ Fig. 2903. blätterigen Blumen (Fig. 2903) übertragen. Vergl. den Art. Englisch-gothisch. Quatrilobe, m. franz. (Forml.), Vierpaß. quatrilobe, adj., frz., vierlappig; are g., dreinasiger (also vierlappiger) Bogen. QUunattrocentisten, m pl., nennt man die Künstler des 15. Jahrh., wie Einquecentisten die des 16. Jahrh. Quay, 8., engl., 1. f. v. w. Ouai (s. d.). — 2. q. of an harbour, die Hafenbrücke, der Molo. — 3. q. in a river, die Steinbuhne. Quebbe, f, Ouebamen, m. (Bot), gem. Hollunder (s. d.). Quecke, f., Gueckengras, Leldgras oder Acherrieth, n. (Bot., Triticum repens, Fam. Gräser, Gramineae), läßt sich gut wegen seiner weithin kriechenden Wurzelstöcke zum Befestigen von Dämmen und anderen Erdaufwürfen verwenden, untergräbt aber aus derselben Ursache oft flachliegende Gründungen und hat schon häufig Befriedigungsmauern, kleine Brücken etc. ganz zerstört; man muß es daher an Mauerwerk sorgfältig vernichten. Dies geschieht entweder mit der Gueckegge, einer schweren Egge mit nach vorn gebogenen Eisenzinken, oder mit dem Gueckrechen, Gueckenzieher einem starlen Balken mit sechs pflugschãrartigen Zinken und zwei niederen Rädern, den man an das Vordergestell eines Pfluges hängt. Auch dient dieses Werkzeug auf frisch umgepflügten Wiesen zum Zerreißen des Rasens. Quecksilber, n. franz. argent vif, mercure, m., engl. mercury, quick-silver, lat: argentum vivum (Metall.), flüssiges Metall, welches sich ziemlich selten frei in der Natur als gediegenes O. frz. mercure natif, engl. native quicksilver, findet; am meisten tritt es in Verbindung mit Schwefel als Zinnober auf. Spanien besitzt in Almaden und Andalusien die reichsten Fundgruben des O.8. Zur Gewinnung des Q.s werden die Erze unter Zusatz von Kalk und Hammerschlag der Destillation unterworfen (. d. Art. Ouecksilberhüttenwerh). Schwefel, Chloru. s. w. werden von den Zusätzen gebunden und das metallische O. sammelt man in abgekühlten Vorlagen (Kammern) auf. Das Q. gefriert bei etwa 39,3 C. und läßt sich bei —406 mit sehr erkalteten Werkzeugen hämmern und schneiden; es erzeugt wegen schneller Entziehung des Wärmestoffs bei der Berührung heftigen Schmerz, wobei die Haut sogleich weiß wird. Es siedet und verflüchtigt sich in Dämpfen bei 3600, welche sich in tropfbar flüssiger Gestalt an kühleren Orten wieder sammeln, verflüchtigt sich aber auch allmählich in gewöhnlicher Temperatur. Es kommt in gußeisernen Flaschen oder in Beuteln von Schafleder in den Handel. Das spez. Gewicht des O.8 ist 13,5. Zwischen 0° und 100° dehnt sich das O. für jeden Grad um ¼/8563 seines Volumens aus. Insolge der Gleichartigkeit und Regelmäßigkeit in der Ausdehnung eignet es sich vorzüglich zur Anfertigung von Thermometern. An der Luft bei gewöhnlicher Temperatur bleibt das O. lange Zeit unverändert. Mit vielen Metallen geht es Verbindungen ein, welche Amalgame (s. d.) genannt werden. Mit Sauerstoff bildet es zwei Verbindungen: das Oueckfilberorydul, ein schwarzes Pulver, welches aus 2 Th. Q. und 1 Th. Sauerstoff besteht, und das Guecksilberoryd, durch Erhitzen des Metalls an der Luft entstehend, ein gelbrothes Pulver, welches aus 4 Th. O. und 1 Th. Sauerstoff besteht. Den beiden ff Oxyden in der Zusammensetzung entsprechend giebt es auch zwei Schwefelungsstufen. Eine der Oneckfilberverbindungen bildet der Zinnober. Von den Salzen des Os sind hervorzuheben: das Calomel oder Quecksilberchlorür, das Sublimat oder lösliche Cueck silberchlorid, das salpetersaure Quecksilberoryd u. Oxydul, welche letztere als Beizmittel dienen. pen, Quecksilberamalgam, n. s. d. Art. Amalgam. Queckstberbarometer, n., s. Barometer. Guecksilbererz, n. (Miner.), frz. minerai m. de mercure, engl. mercurial ore; die wichtigsten sind Zinnober, Lebererz, Quecksilberhornerz, Silberamalgam, Arquerit etc., s. d. betr. Art. Guecksilbergold, n. (Hütt.), Legirung aus 50 Th. Gold, 1 Th. Quecksilber; fast silberweiß, wenig dehnbar. Quecksilberhornerz, n. (Miner.), franz. mercure m. corné, mercure chloruré, engl. horn-mercury, hornquicksilver, muriate of mercury, native calomel, weißer Markasit, gediegenes Sublimat, Calomel, hat die quadratische Säule als Kernform, bildet kleine, glatte, in Drusen verbundene Krystalle, hat Diamantglanz, grauliche Farbe, kommt vor wie Lebererz und andere Quecksilbererze, doch seltener; läßt sich mit dem Messer leicht ritzen. Gehalt ist 85 Quecksilber, 15 Chlor. Quecksilberhüttenwerk, n. (Hütt.), frz. asine mercure, engl. mercury-works, pl., Hüttenwerk, wo Quecksilber aus Zinnoberu anderen Quecksilbererzen gewonnen wird. Es giebt verschiedene Verfahren: 1. Im Ga lerenofen; in diesem liegen mehrere Reihen eiserne Retorten mit kurzem, geradem, etwas abschüssig gelegtem Hals. Man füllt sie mit klargeschlagenem Quecksilbererz, worunter ½ oder ½¼ Kalk gemengt sind, und giebt ihnen gebrannte thönerne Krüge, die mit Wasser gefüllt sind, als Vorlage. Das Steinkohlenfeuer wird nach und nach bis zur Glühhitze verstärkt; nach Erkalten des Ofens und Abbrennen des Feuers nimmt man das Quecksilber aus den einzelnen Gefäßen, entfernt den mit ihm vermischten Ruß (Brandruß, Schwärze), indem man das Quecksilber mit Wasser abspült und in einem Mörser mit Kalk abreibt. Das so gereinigte Quecksilber wird dann in großen ledernen Beuteln (Schlegel) zu 50—75 kg. versandt. Statt der eisernen Retorten bedient man sich auch eiserner Cylinder, die unten offen sind. — 2. Im Ouochsilberofen. Es stehen deren in der Regel zwei in einer Hütte; der Herd ist ungefähr 1,30 m. breit, 1, m. hoch; der Raum zwischen dem von Backsteinen gemauerten Rost und dem Gewölbe beträgt 2,m. Ueber dem Rost errichtet man ein Gewölbe von zinnoberhaltigen Kalksteinen und schüttet hierauf das kleingeschlagene Quecksilbererz, dessen oberste Lage aus mit Erde vermengten und zu Kuchen geformten Brocken besteht. Am Hintertheil des Ofens befinden sich sechs horizontal nach einer Terrasse mündende Oeffnungen, von welchen thönerne Röhren (Aludel) den sich entwickelnden Quecksilberdampfnach der in 4Kammern getheilten Rauchkammer führen, wo erzu Quecksilber erkaltet. — 3. In einem eylindrischen, oben geschlossenen Schachtofen; auf das in der Mitte seiner Höhe angebrachte durchlöcherte Gewölbe wird das Erz aufgebracht und darunter das Feuer entzündet. Die Dämpfe werden durch Reihen gon Aludeln nach einer Kondensationskammer geführt. — 4. Im Kammerofen, s. Fig. 2904. In der Mitte der ganzen Front steht der eigentliche Ofen, , n, o sind Fig. 2904. Quecksilberkammerofendurchlöcherte Gewölbe, E der Herd; & der Erzraum; die zwei unteren Abtheilungen werden mit Erzstücken, die oberen mit Schüsseln beschickt, die mit Kalk versetzten Zinnoberschliech und Rückstände früherer Brände enthalten. Das Quecksilber geht als Dampf durch die Guecksilberhammern K1 bis K6, in der letzten Abtheilung und in S verdichtet sich das wenigste Auecksilber, aber viel saures Wasser. Das meiste Quecksilber sammelt sich inder Bodenrinne und läuft von da in den Sammeleimer. Quechsilberkupfer, n (Hütt.), Legirung aus 50 Th. Kupfer u. 1 Th. Quecksilber; ziemlich dehnbar, blaßroth, sehr feinkörnig im Bruch. que, engl. bepatic cinnabar, mehr oder weniger inniges eochenillerothes Gemenge von Zinnober, Thon, Kiesel, Bitumen etc. findet sich zu Idria. Onecksilbermanometer, n., frz. manometre à mereure, engl. mercurial gauge, s. in. Art. Manometer und Dampfmaschine. eure, engl. peroxyd ofmercury, erscheint in Pulverform, gelb, auch schwarz, meist dunkelroth, oft krystallinisch. Ueber Verwendung der Quecksilberoxydsalze zur Zinn oberfabrikation s. im Art. Zinnober. — Es dient dazu bes. das salpetersaure O., frz. anotate de protoxyde de merbliothek Heidelberg DOFC cure, deutonitrate de mercure, engl. binitrate od. pernitrate of mercury. Muecksilbersilber,n. (Hütt), Legirung aus 50 Th. Silber mit 1—2 Th. Quecksilber; sehr weiß, fest, etwas dehnhar, läßt im Feuer schwer den letztenRestQuecksilber fahren.