FeedSonnenuhr
HimmelskundeBau-Lexikon 1881

Sonnenuhr, K., franz. Cadran solaire, m., engl. sundial, lat. horologium, gnomon. Die Römer hatten sehr verschiedene Sonnenuhren, daher die verschiedenen Namen, wie z. B. Hemisphäron, Hemichelium, conus, Heliotrop, Arachne etc. Im Mittelalter war es am gebräuchlichsten, die Sonnenuhren an Giebeln oder Thüren, auf der Südseite od. an einer Ecke anzubringen, meist in Gestalt eines Zifferblattes, weiß angestrichen und mit Ziffern besetzt, mit einem schräg hervorstehenden Zeiger, in der Mitte der Oberkante befestigt, dessen Schattenstrich, von der Sonne gebildet, die Zeit anzeigt. Natürlich sind sie jetzt ihrer Unzuverlässigkeit wegen fast ganz verschwunden.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 219Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 12

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Himmelskunde 6