FeedGynandrus oder gynandrisch
PflanzenreichBrockhaus 1882

Gynandrus oder gynandrisch (grch., d. i. mannweibig) nennt man in der Botanik eine Blüte, in welcher die Staubgefäße mit dem Gynäceum zu einem Gynostemium (s. d.) verwachsen sind. Derartige Blüten besitzen z. B. die Orchideen und Aristolochiaceen. Luynostemium (Befruchtungssäule) nennt man in der Botanik das durch Verwachsung der Staubgefäße mit dem Gynäceum entstehende Organ, wie es sich z. B. bei den Orchideen und Aristolochiaceen vorfindet. Die Blüten, in denen diese Verwachsung auftritt, heißen mannweibige oder gynandrische Blüten (flores gynandri).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 666Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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