Gaden oder Gadem, Gaerm, m., bei Ottfried Gadun, im Mittelalter lat. gades, eingezäunter Ort(hängtmit Gatter zusammen), Grenze, Gemach, Raum, bes. Kaufladen, Niederlage; in einigen oberdeutschen Gegenden s.v. w. Haus. Am meisten gebraucht findet sich das Wort in der Bedeutung von Stockwerk, eigentlich Gegademe, Reihe von Gemächern; vgl. d. Art. Lichtgaden.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 392Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei