Angolares, Negervolk auf der Insel Sio Thome (nach Dr. R. Greefl einem, 1544 hier an den „Sete Pedras* gescheiterten Angolenser Sklavenschiff entstammend). „Sie hielten die portugiesischen Kolonisten der Insel durch wiederholte Überfälle über hundert Jahre (von 1544--1695) in Schrecken, bis der Gouverneur Ambrogio Pereira de Beredo durch den tapfern Buschkapitän Mattheus Pires einen geordneten Kriegszug gegen sie .führen liess, welcher mit ihrer Besiegung und Unterwerfung unter die portugiesische Herrschaftendigte“. Sie-haben ihre Sprache, einen Bunda-Dialekt, ziemlich unverfälscht beibehalten und sind auch ihren Sitten und Bräuchen treu geblieben. Sie zählen heute ungefähr 1300 Seelen (Greeff); vergl. Thomenser.
Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 1, S. 147Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei