Bachr-el-Djur, einer der wichtigeren Quellflüsse des Bachr-el-Ghasal (s. d.) oder Gazellenflusses. 1) ein Quellfluss des Bachr-el-Abyad ‘s. d.) oder Weissen Nil, zu welchem er sich durch seine Vereinigung mit dem Bachr-el-Djebel (s. d.) gestaltet. Kurz vor derselben bildet er die seeartige Erweiterung No (s. d.). Er selbst entsteht gleichfalls aus zahlreichen Quellflüssen. Die wichtigeren derselben sind der Bachr-el-Arab (s. d.), der Tondj und der Bachr-el-Djur. Als Zuflüsse des B. werden der Abu Dinga, der Biri, Kuru und Dembo genannt, die jedoch sämtlich noch unerforscht sind. — 2) Auch eine ägyptische Mudirieh, das engere Gebiet des B. umschliessend, führt nach ihm den Namen. — 3) Ferner wird „B.“ ein trocknes Flussbett im Innern des Sudan genannt, von welchem man ehemalsannahm, dass es nach dem östlichen Teil des Tschad-See münde, während es vielmehr (nach Nachtigals Feststellung) diesem entströmt und nach einem ca. 500 langen, nordöstlichen Laufe im Bodele-Gebiet in sumpfigen Lachen sich verläuft.