Kauar (Kawar), grosse Oase der mittlern Sahara, an der Karawanenstrasse von lJessan (Tripolitanien) nach Bornu (im mittlern Sudan), etwas südlich von 20° n. Br. gelegen. Sie bildet im Mittelpunkt der Wüste eine lange und schmale Depression von 80 km Länge von Nord nach oder Tedas angehörigen Bewohner (nach Rohlfs 8000, nach Nachtigal 3770 Köpfe) ausschliesslich dem Handel (besonders mit Salz) obliegen. K., zu welchem auch die kleinere Oase Bilma (s. d.) gerechnet wird, besitzt, nach Nachtigals Angaben, 11 bewohnte Ortschaften: Anai, Anikumma, Aschenumma, Eldje, Tigomani, Babuhs, Dirki, Schimmedru, Emi-Madema, Garu, Kaläla. Sie sind meistens durch eine auf den sie umgebenden Bergen angelegte Felsenbei der häufig drohenden Gefahr durch räuberische Überfälle flüchten. Bereist und durchforselit wurde K. 1822 von Oudney, Denham und Clapperton, 1855 von Barth, 1866 von Gerhard Rohlfs, 1870 von Dr.