Andreas-Gebetlein, Ist ein den Mägden und andern Gesinde gebräuchliches abergläubisches Reim- und Sprüchlein, vermöge dessen sie in der Heil. Andreas-Nacht um einen Mann eyfrig und inständig bitten, auch wenn sie sich gantz nackend darbey ausziehen, in denen abergläubischen Gedancken stehen, ob müste ihnen des Nachts ihr Liebster erscheinen.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 64–65Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0