Beschreyen Kinder. Ist eine lächerliche und abergläubische Meynung des Weibes-Volcks, da dieselbigen in denen Gedancken stehen, ob könte ein kleines Kind durch eines andern Mund, der solches kleines Kind etwan lobet, bewundert, oder ihm zuredet, beschriehen und verwahrloset werden, und den kleinen Kindern deswegen rothe Flecklein oder andere Tändeleyen dafür anzuhengen pflegen.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 201Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0