Clælia, Eine behertzte und heroische Römische Jungfrau, welche nebst andern ihres gleichen dem König Porsenæ, welcher Rom belagerte, zur Geissel gegeben ward: sie betrog aber die Wächter, und schwamm durch die Tyber wiederum glücklich in die Stadt, weßwegen ihr auch eine Ehren-Säule in der grossen heiligen Strasse zu Rom gesetzet ward. Daher Loredano von diesem klugen Weibesbild gesaget: die Natur hätte einen Fehler begangen, daß sie diese männliche Seele in einen weiblichen Cörper verwiesen. Vid. Licium L. II. c. 13. & Virgil L. 8. Æn.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 359–360Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0