Fortuna, Die Göttin des Glücks, eine Tochter des Oceanus, wiewohl auch einige davor halten, daß sie bloß aus dem Blute gezeuget worden. Ihre Verrichtung und Gewalt bestehet darinnen, daß sie aller Menschen Handlungen und Ausschläge der Sachen nach ihrem Gutdüncken einrichte. Wird insgemein nackend auf einer Kugel oder Rade stehend und über sich ein Segel haltend, abgemahlet.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 567–568Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0