FeedGevatter-Brieff
Sitten & ModeFrauenzimmer-Lexicon 1715

Gevatter-Brieff, Ist dasjenige höffliche geschriebene oder auch offt gedruckte Schreiben, worinnen der Kindtauffen-Vater derjenigen Person, so er zum Tauff-Zeugen erkiesset, die glückliche Entbindung seines Weibes entdecket, und mit Benennung des Tages, Orts und Stunde sie freundlich ersuchet, solches Amt und heilige Werck willig auf sich zu nehmen. Wird insgemein von der Amme oder Muhme herum geschicket. An etlichen Orten bittet der Kindtauffen-Vater die Gevattern mündlich.

Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 665–666Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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