Hochzeit-Geschencke, Seynd diejenigen Presente, so die eingeladenen Gäste der Braut und Bräutigam, als ein Zeichen der Danckbarkeit mit einem Glückwunsch einzuhändigen pflegen: bestehet in vielerley, alten Geld und Speciebus, Silber-Geschirr, Zinn und anderm Hausrath. Der Gebrauch solcher Hochzeit-Geschencke war schon im Alten Testamente, dergleichen thaten die Anverwandten der Rebeccæ, Gen. XXIV. 16. Raguel der Saræ, Tob. VII. 15. Die Aeltesten der Stadt Bethlehem der Ruth, c. IV. 11.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 851–852Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0