Hohlnädeln, Ist im Nehen eine gewisse Art kleiner löchlichter Nahd, wo dicht an den Saum der weissen Leinwand, Caton oder Nesseltuchs, vermöge eines Steppstiches, allezeit über 2. oder 3. Fäden in einer langen u. gleichen Linie gestochen wird. Wann die Löchlein etwas groß gerathen sollen, pflegen die Nähderinnen ein oder zwey Fäden vorher darzu auszuziehen.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 854–855Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0